Der Garten im Juni - was jetzt zu tun ist

Der Garten im Juni - was ist jetzt zu tun?

Jetzt ist die schönste Zeit im Garten. Alles grünt und blüht, die Temperaturen steigen und die Insekten summen. Die Grillsaison ist eingeläutet und "draußen sein" macht wieder einfach Spaß! Auch wenn man am liebsten den Tag in der Hängematte verbringen möchte, hin und wieder gibt es doch noch etwas im Garten zu tun.

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Schneiden oder nicht?

Die ersten Blüten-Sträucher wie Forsythien, Zierjohannisbeeren, Flieder und andere, sind jetzt mit Ihrer Blüte durch und man kann jetzt, wenn gewünscht, den Sommerschnitt vornehmen. Die Pflanzen treiben dann Mitte/Ende Juni erneut durch und man muss im neuen Jahr nicht auf die Blütenpracht verzichten. Das Schnittgut kann gleich als Häckselschicht zum Mulchen unter den Sträuchern ausgebracht werden.

Wo wir grade beim Thema „Schnitt“ sind: für Rhododendron-Hecken und -Sträucher ist jetzt ebenfalls die richtige Zeit zum Rückschnitt. Auch sie treiben gegen Mitte/Ende Juni nochmal durch und bilden so neue Blütenanlagen für das nächste Frühjahr. Bei Exemplaren, die noch keinen Rückschnitt benötigen, sollte man die abgeblühten Samenstände ausbrechen, damit die Pflanzenkraft besser in neues Wachstum gehen kann, anstatt in die Bildung von Samen.

Formgehölzen wie Buchs, Eiben und Lebensbäume gibt man im Sommer ebenfalls einen Korrekturschnitt, um sie schön kompakt zu halten. So sind die dekorativen Kugeln, Säulen und Figuren bestens gestylt für den Sommer.

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Stauden, die jetzt bis zum Juni mit der Blüte fast durch sind, kann man nochmal zurückschneiden, denn sie produzieren dann noch einen weiteren Blütenflor. Auch bei frühblühenden Clematis ist jetzt zur Jahresmitte der richtige Zeitpunkt zum Schneiden, damit es auch nächstes Jahr wieder neue Blüten gibt.

 

Anti-Schädlingsvorsorge bei Obstbäumen

Wurmstichige, missgebildete und faule Früchte möchte niemand gerne haben, der Wert auf Obst aus dem eigenen Garten legt. Um zu vermeiden, dass der Befall von Wicklern, Spinnern, Pilz und Co. überhandnimmt, gibt es aber auch Vorsorgemaßnahmen.

Bei den Kirschen ist der Hauptschädling die Kirschfruchtfliege. Sie legt ihre Eier in die Kirschen, sobald diese anfangen sich gelb zu färben. Die Larven tun sich dann am Fruchtfleisch gütlich, die Frucht beginnt zu faulen und fällt ab, ohne richtig reif zu werden.  Die abgefallenen Kirschen beherbergen die Larven solange, bis sie nach einigen Wochen schlüpfen und sich in den Boden unter dem Baum eingraben. Hier verpuppen sie sich, um dann im Mai des kommenden Jahres zu schlüpfen und als fertige Kirschfruchtfliege die neue Ernte zu befallen.

Durch Aufhängen von gelben Leimtafeln, an denen die Fliege kleben bleibt und durch Entfernen der angestochenen herabgefallenen Kirschen unter dem Baum, kann man viel dazu beitragen, den Kreislauf zu unterbrechen und so die Population zu dezimieren.

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Beim Apfel wird die Wurmstichigkeit durch die Raupen des Apfelwicklers, eines dämmerungsaktiven Falters, verursacht. Er legt seine Eier auf die Blätter in Fruchtnähe. Die Made bohrt sich in den Apfel frisst sich einmal quer hindurch und verlässt dann als Raupenstadium den Apfel. Sie seilt sich zuerst auf den Boden ab und überwintert dann in einem Kokon am Baumstamm in den Ritzen der Rinde. Die Bekämpfung erfolgt mittels Pheromon-Fallen für die adulten Falter, oder durch einen Well-Pappe-Gürtel um den Stamm. In diesem nisten sich die Raupen sich zum ein. Man nimmt die Wellpappe dann im Spätherbst einfach ab und entsorgt sie im Hausmüll.

Des Weiteren gibt es noch parasitierende Nematoden und Viren zur Bekämpfung. Beim Pflaumenwickler läuft die Entwicklung ähnlich. Auch hier gibt es speziell abgestimmte Mittel zur Bekämpfung.

Pilzerkrankungen beugt man am besten dadurch vor, dass man nicht zu stickstoffbetont düngt und sich bei Neupflanzungen von Anfang an für schorf- und mehltauresistente Züchtungen entscheidet.

 

Blattlausbekämpfung

Alles blüht und der frische grüne Austrieb überall macht gute Laune - aber das nicht nur bei uns Gartenbesitzern sondern auch bei den Blattläusen ;-)

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Blattläuse schwächen ihren Wirt, da sie Pflanzensäfte saugen. Die Blätter reagieren mit Einrollen oder mit krankhaftem Wuchs, wie zum Beispiel gekräuselte Blätter. Auch Viren können per Blattlaus-Stich von einer Pflanze zur nächsten übertragen werden. Es will aber nicht jeder gleich die chemische Keule anwenden und das ist auch gut so. In unserer Zeit, wo Gifte und Medikamente in unserer Nahrung schon kaum mehr zu vermeiden sind, möchte man sie nicht auch noch im eigenen Garten. Zumal Gifte auch immer Kollateral-Schäden bei Nützlingen und auch bei unseren Singvögeln verursachen.

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Im Internet gibt es zahlreiche gute Informationen zur Herstellung biologischer Spritzjauchen bis hin zu Herstellern von Pflanzenschutzmitteln zur direkten Anwendung, die komplett auf natürlicher Basis sind. Auch der Einsatz von Nützlingen, wie Nematoden, Schlupfwespen u.a., ist durchaus sehr wirkungsvoll und für den Hausgarten meist völlig ausreichend.

 

Rosenpflege

Der Juni ist die Hauptblütezeit der Rosen. Da Rosen stark zehrende Pflanzen sind, sollte man ihnen jetzt ruhig mal etwas Gutes tun, z.B. durch eine Gabe Flüssigdünger. Man kann dies bis zum August im Abstand von 14 Tagen fortführen, oder man streut einen Langzeitdünger an die Rosen. Die kleinen Perlen geben die Nährstoffe über die ganze Vegetationsperiode langsam ab.

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Verblühtes schneidet man bei den Rosen lieber ab. Erstens sieht es unschön aus und zweitens fördert man so die Bildung neuer Blüten. Man kann ruhig bis zu zwei Blattansätze tiefer abschneiden, so bleibt der Wuchs zusätzlich kompakter.

 

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